Notfälle im Basistunnel: Uri und SBB sind sich noch nicht einig

Bei einem Notfall im Nordteil des Gotthard-Basistunnels werden Rettungskräfte aus Uri der SBB zu Hilfe eilen. Der Landrat hat die dafür nötige Änderung der Schadenwehrverordnung beschlossen. Das definitive Interventionskonzepts der SBB und dem Kanton Uri steht jedoch noch nicht.

Die neue SBB-Kontrollstation Süd in Pollegio.

Bildlegende: Überwachung des Basistunnels: Mit dem Interventionskonzept sind die SBB und der Kanton Uri im Verzug. Keystone

Damit das Bundesamt für Verkehr die Bewilligung erteilt, müssen die Betreiber für Notfälle gewappnet sein. Der Urner Landrat äusserte sich einstimmig für die dafür nötige Änderung der Schadenwehrverordnung. Künftig werden demnach bei Notfällen im Nordteil des Gotthard-Basistunnels Urner Rettungskräfte der SBB zu Hilfe eilen.

Unklarheiten führen zu Verzögerungen

Wie das Interventionskonzept im Detail aussehen wird, darüber verhandeln die SBB und der Kanton Uri seit zwei Jahren. Am Mittwoch nun sollte das definitive Konzept dem Landrat präsentiert werden.

Die entsprechenden Traktanden wurden jedoch auf Antrag der Regierung auf die Session vom September vertagt. Zu den zeitlichen Verzögerungen sei es aufgrund von Unklarheiten beim Thema Sicherheit gekommen, erklärte Regierungsrätin Barbara Bär. Der Kanton verhandle nach wie vor intensiv mit der SBB.