Obwalden: Auswirkungen der tiefen Steuern bereiten Sorgen

Aus volkswirtschaftlicher Sicht geht die Obwaldner Steuerstrategie auf. Das Kantonsparlament zeigte sich allerdings besorgt darüber, dass der Verkehr zugenommen hat oder auch die Liegenschaftspreise gestiegen sind.

Das Rathaus in Sarnen, wo der Kantonsrat jeweils tagt.

Bildlegende: Im Rathaus in Sarnen hat sich der Kantonsrat zur Steuerstrategie geäussert. SRF

Obwalden hat sein Steuerregime 2006 radikal geändert und den Steuersatz innerhalb von fünf Jahren um rund 25 Prozent gesenkt. Das habe sich positiv auf die volkswirtschaftliche Entwicklung ausgewirkt, hält die Regierung fest. Die Steuereinnahmen seien gestiegen, die Bevölkerung sei gewachsen und es seien zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden.

Im Kantonsrat lobten die Fraktionssprecher am Donnerstag die Steuerstrategie. Sie sei eine Erfolgsgeschichte. Die Strategie wirke sich aber auch auf andere Bereiche aus.

Der SP bereite der Druck auf die Landschaft sowie das hohe Verkehrsaufkommen sorgen, sagte Eva Morger. Sie kritisierte zudem, dass sich bereits heute junge Familien Sarnen als Wohnort nicht mehr leisten könnten. 

Die Rechtspflegekommission sorge sich sehr um die Bebauung neuer Flächen, den zunehmenden Verkehr und die steigenden Liegenschaftspreise, sagte die Kommissionspräsidentin Lucia Omlin. Sie reichte eine Motion ein, die von der Regierung einen entsprechenden Bericht und Massnahmen verlangt.