Obwalden schafft Nutzungsziffern ab

Das Obwaldner Stimmvolk kippt mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 59 Prozent die Nutzungsziffern für Gebäude aus den Baureglementen der Gemeinden. Künftig müssen die Gemeinden die Baubegriffe und Messweisen der interkantonalen Vereinbarung anwenden.

Baugepsanne.

Bildlegende: Die Nutzungsziffern für Gebäude wird aus dem Baureglement der Gemeinden gekippt. Keystone

8082 Stimmberechtigte sagten im Rahmen einer Referendumsabstimmung Ja zur Vereinheitlichung der Baubegriffe und zur Streichung der Nutzungsziffern, 5615 lehnten die Vorlage ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 56,2 Prozent.

Baureglemente anpassen

Mit dem Ja müssen die Gemeinden nun ihre Baureglemente an die einheitlichen Begriffe anpassen und auf Nutzungsziffern verzichten. Nutzungsziffern geben an, wie viele Prozente eines Grundstücks als Wohnfläche genutzt werden dürfen. Die Gemeinden haben für die Anpassungen acht Jahre Zeit.

Diesen Entscheid hatte bereits zuvor das Parlament gefällt. Danach ergriffen die Gemeinden Sarnen, Alpnach und Sachseln das Referendum, das nun verworfen wurde. Den Gemeinden werde gegen ihren Willen die Möglichkeit genommen, eine Nutzungsziffer einzuführen oder beizubehalten, argumentierten sie.

Jagdverordnung angepasst

In einer zweiten Referendumsabstimmung genehmigte das Obwaldner Stimmvolk die Revision der Jagdverordnung mit 7799 Ja-Stimmen und 5058- Nein-Stimmen. Damit wird die Jagdverordnung an neue Bestimmungen des Bundes und Jagdgesetze anderer Kantone angepasst und präzisiert.