Obwalden und Zug ändern die Praxis bei der Kunststoffentsorgung

Der Kanton Obwalden sammelt ab sofort keine Kunststoffflaschen mehr von Waschmitteln oder Milch. Weil bei den diversen Entsorgungsstationen rund die Hälfte falsch entsorgt wurde, stoppt Obwalden die Kunststoffsammlung. Auch in Zug gibt es eine Änderung bei der Plastikentsorgung.

Frau wirft Plastikflasche in Entsorgungsstelle.

Bildlegende: Nur aus Polyethylenflaschen lassen sich neue Plastikflaschen herstellen. Keystone

Im Kanton Obwalden konnte man in den vergangenen Jahren in diversen Entsorgungsstationen Plastikflaschen von Waschmitteln, Kaffeerahm oder Duschmitteln separat entsorgen. Etwa die Hälfte der rund 50 Tonnen des jährlichen Sammelguts hätte jedoch nicht entsorgt werden drüfen.

«Die bisherige Kunststoffsammlung hat gezeigt, dass sich die Leute an nichts halten und absichtlich Abfall entsorgen, um ein paar Rappen zu sparen», sagt Sepp Amgarten, Geschäftsführer des Entsorgungszweckverbandes Obwalden.

Die Sammlung wird deshalb per sofort eingestellt, bestätigt er einen Bericht der Neuen Obwaldner Zeitung.

Zug schränkt Sammlung ein

Auch im Kanton Zug ändert sich die Praxis bei der Kunststoffsammlung. Bisher konnte der ganze Plastikabfall in den Ökihofs des Kantons entsorgt werden. Neu nähmen sie nur noch die neuesten Polyethylen-Plastikfaschen, sagt Hans Ulrich Schwarzenbach, Geschäftsführer der Zeba.

Nur aus diesen könne man wieder Kunststoff herstellen. Alle anderen Plastikabfälle gehören in die Abfallsäcke, werden in der Renergia Zentralschweiz AG verbrannt und in Wärme umgewandelt. Zug stützt sich dabei auf eine Studie. Laut dieser ergäbe dies die beste Umweltbilanz.