Obwalden will umweltfreundliche Autos noch stärker fördern

Der Kanton Obwalden will umweltfreundliche Autos künftig stärker entlasten als bisher. Die Bestrafung von sogenannten «Drecksschleudern» hingegen soll reduziert werden. Der Regierungsrat will eine Anpassung des Bonus-Malus-Systems.

Ein Elektroauto an der Tankstelle.

Bildlegende: Obwalden will umweltfreundliche Autos künftig noch mehr fördern. Keystone

Das Bonus-Malus-System kennt der Kanton Obwalden seit 2009. Bislang mussten die Besitzer von Autos der Energieklasse A drei Jahre lang keine Strassenverkehrssteuer zahlen. Für die Kategorie B gab es zwei Jahre lang eine Steuerbefreiung. Das Bonus-Malus-System belohnte die Energieklasse A und bestrafte dafür die sogenannten «Drecksschleudern», also Autos der Kategorie G. Diese mussten bislang einen Zuschlag von 60 Franken pro Jahr zahlen.

Mehr Geld eingenommen als erwartet

«Mit diesem System, welches seit 2009 gilt, hat der Kanton Obwalden insgesamt 1,3 Millionen Franken Mehreinnahmen generiert», sagt die Obwaldner Regierungsrätin Esther Gasser Pfulg gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz. Damit das System künftig ertragsneutral ausfalle, wolle die Regierung folgende Anpassungen vornehmen: Die Kategorie A soll künftig vier Jahre, die Kategorie B drei Jahre keine Strassenverkehrssteuer zahlen. Die Fahrzeuge der Kategorie G hingegen werden nur noch mit 45 Franken pro Jahr gestraft.

Der Vorschlag der Regierung kommt im März vor das Kantonsparlament. Wird er angenommen, soll er per Anfang 2015 eingeführt werden. Das Luzerner Kantonsparlament hat eine ähnliche Vorlage anfangs Jahr abgelehnt.