Obwaldner Kantonsrat stimmt Hochwasserschutzprojekt definitiv zu

Das Obwaldner Kantonsparlament hat in zweiter Lesung «Ja» gesagt zu einem Kredit von 111 Millionen Franken für einen
Hochwasserentlastungsstollen bei Sarnen. Das grösste Schutzprojekt in der Geschichte Obwaldens gelangt am 28. September zur Volksabstimmung.

Ein Haus und rundherum Wasser eines Flusses, der über die Ufer getreten ist.

Bildlegende: Solche Überschwemmungen, wie im August 2007 in Sarnen, sollen nicht mehr passieren. Keystone

In der Schlussabstimmung stellten sich sämtliche Parlamentarier hinter das Vorhaben. Ein Diskussion gab es in der zweiten Lesung nicht mehr. In der ersten Lesung im März hatte die Finanzierung des Projekts für Diskussionen gesorgt. Die Mehrheit im Kantonsrat hatte schliesslich einer Einführung einer zusätzlichen Steuer zugestimmt.

Der Kanton will seinen Anteil an den Kosten mit dieser zusätzlichen kantonalen Steuer während 15 bis 20 Jahren finanzieren. Für die Zwecksteuer wird der Staatssteuerfuss von 2,95 auf 3,05 Einheiten angehoben. Die Gewinnsteuer für Unternehmen steigt entsprechend von 6,0 auf 6,1 Einheiten.

6,6 Kilometer langer Kanal

Das Hochwasserschutzprojekt sieht einen 6,6 Kilometer langen Kanal vom Sarnersee zur Sarneraa unterhalb des Wichselsees vor. Dieser soll künftig Wassermassen unterirdisch um Sarnen leiten und das Dorf vor Überschwemmungen schützen.

Die Kosten für das Projekt liegen bei 115 Millionen Franken. Nach bereits gesprochenen Krediten für die Planung bleiben 111 Millionen Franken. Der Bund übernimmt zwischen 35 und 65 Prozent der Kosten. Den Rest teilen sich der Kanton und die profitierenden Gemeinden Sarnen, Sachseln und Giswil.