Obwaldner Regierung vergibt Arbeit für Hochwasserstollen

Ob der Stollen zwischen Sarnersee und Wichelsee gebaut wird, ist jedoch noch nicht sicher. Eine andere Variante sieht vor, die Sarneraa zu verbreitern und tiefer zu legen.

Ein Mann steht mit Schirm im Regen vor dem Rathaus in Sarnen, welches überflutet ist.

Bildlegende: Zu solchen Überschwemmungen wie hier im Jahr 2005 in Sarnen soll es nicht mehr kommen. Die Regierung hat die Arbeiten... Keystone

Der Obwaldner Regierungsrat hat die Planung und Realisierung des Hochwasserentlastungsstollens im Sarneraatal an die Arbeitsgemeinschaft HWS Marti aus Moosseedorf BE vergeben. Ob der Stollen gebaut wird, ist indes noch nicht sicher. Die Ausschreibung sollte zeigen, was der Hochwasserentlastungsstollen kostet. Der Auftrag sei zum Betrag von 78,7 Millionen Franken vergeben worden, teilte die Staatskanzlei Obwalden am Freitag mit.

Das Stollenprojekt war von der IG Hochwasserschutz mit einer Volksinitiative lanciert worden. Die Stimmberechtigten hiessen das Vorhaben 2010 grundsätzlich gut. Eine andere Variante sieht vor, die Sarneraa zu verbreitern und tieferzulegen. Für diese Variante waren die Kosten vor vier Jahren auf rund 76 Millionen Franken berechnet worden, dies nachdem man zuvor von 47 Millionen Franken ausgegangen war.

 Ob der Stollen zwischen Sarnersee und Wichelsee gebaut wird, ist aber noch nicht sicher. Der Auftrag sei unter dem Vorbehalt vergeben worden, dass der Kantonsrat sich für diese Projektvariante entscheide, dass das Bauprojekt von Regierung und Parlament genehmigt werde und dass das Volk dem Baukredit zustimme, schreibt die Staatskanzlei.