Obwaldner Regierung will Flugbetrieb in Kägiswil sichern

Voraussetzung dafür ist, dass das Flugfeld ins entsprechende Verzeichnis des Bundes aufgenommen wird. Das macht ein aufwendiges Verfahren bei Bund, Kanton und Gemeinden nötig.

Blick auf die Landepiste in Kägiswil.

Bildlegende: Anflug auf Kägiswil: Der Flugplatzbetrieb soll definitiv gesichert werden. zvg

Im März dieses Jahres hatte das Obwaldner Stimmvolk den Kauf des Areals durch den Kanton und die Schliessung des Flugbetriebs an der Urne abgelehnt. Zivile Nutzer des Flugplatzes hatten das Referendum gegen die Vorlage ergriffen.

Die Regierung sieht darin laut einer Mitteilung vom Dienstag den Auftrag, den Flugplatz Kägiswil bei Sarnen dauerhaft zu sichern. Dafür muss das Flugfeld im Sachplan Infrastruktur Luft (SIL) des Bundes definitiv eingetragen sein.

Mietvertrag verlängern

Das macht ein aufwendiges Verfahren nötig. Das Volkswirtschaftsdepartement hält deshalb mit der Armasuisse als Landeigentümerin, den zuständigen kantonalen Instanzen, der Gemeinde Sarnen sowie dem Flugplatzbetreiber Ende Oktober eine erste Koordinationssitzung ab.

Um den Flugbetrieb kurzfristig aufrecht zu erhalten, wolle die Armasuisse den Mietvertrag mit dem Flugplatzhalter vorerst für ein Jahr verlängern. Der Vertrag wäre Ende 2013 ausgelaufen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Trotz drei Flugzeugabstürzen mit vier Todesopfern und mehreren Verletzten im Sommer 2013 will die Obwaldner Regierung nicht gegen den Flugplatz vorgehen. Der Kanton sei weder Eigentümer noch Pächter des Areals und deshalb weder verantwortlich noch haftbar.