Öffentlicher Verkehr ÖV-Strategie: Der Kanton Luzern setzt auf Kontinuität

Der Luzerner Regierungsrat hat am Dienstag seine Strategie für den öffentlichen Verkehr für die Jahre 2018 bis 2021 in die Vernehmlassung geschickt. Die geplanten Ausbauten beruhen auf der bestehenden Infrastruktur und basieren auf dem aktuellen Angebot.

Visualisierung des geplanten Bushub in Ebikon - mit Bus Menschen und Autos

Bildlegende: Visualisierung des geplanten Bushub in Ebikon ZVG

Eines der wichtigsten ÖV-Projekte für die Agglomeration ist der Bushub in Ebikon mit einer Verlängerung der Trolleybus-Linie 1 bis zur Mall of Switzerland. «Die Plaungsarbeiten laufen auf Hochtouren», sagt Christoph Zurflüh, Mediensprecher des Verkehrsverbundes Luzern.

Einsprachen werden zur Zeit im Rahmen des Plangenehmigungsverfahren vom Bund abgearbeitet. «Wir rechnen damit, dass wir im Dezember 2019 die verlängerte Buslinie und den Bushub eröffnen können». Weiter geplant sind der Bushub in Kriens Mattenhof oder die neue RBus-Linie 3 Würzenbach–Littau.

S-Bahn bis Willisau

Als weitere wichtige Massnahme für die nächsten vier Jahren werden im Bericht die Verlängerung der S61 Luzern-Schachen bis Willisau genannt. Dieser Ausbauschritt soll beim Fahrplanwechsel 2019 realisiert werden. Vorgesehen ist eine Express-S-Bahn mit Halten in Littau, Malters, Wolhusen und Menznau. Das Busnetz im Westen Luzerns wird auf dieses neue Angebot ausgerichtet. Der wegfallende Halt in Schachen soll mit einer Busverbindung kompensiert werden. Auf 2021 vorgesehen ist zudem eine neue S-Bahn Luzern-Horw.

Der Verkehrsverbund Luzern, der für den öffentlichen Regionalverkehr zuständig ist, wird vom Kanton und den Gemeinden leicht weniger Geld erhalten als die bisher gegen 80 Millionen Franken. So zumindest sieht es der Aufgaben- und Finanzplan (AFP) vor. Bis 2021 wird das Eigenkapital des Verkehrsverbundes aufgebraucht sein.

Wenn der Angebotsausbau wie geplant realisiert werden solle, wären die Beiträge der öffentlichen Hand spätestens 2021 wieder zu erhöhen, heisst es in dem Bericht. Ob diese Mittel zur Verfügung stünden, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesichert. Zur Finanzierung der Bushubs müsse der Kanton zudem die Investitionsmittel erhöhen.