Luzerner Lebensmittelkontrolle Online-Handel als Sorgenkind

Die meisten Lebensmittelbetriebe im Kanton Luzern hielten sich im vergangenen Jahr an die Vorgaben bezüglich Sicherheit, Qualität und Deklaration ihrer Produkte. Den Online-Handel hingegen bezeichnet der Kantonschemiker als Sorgenkind.

Zwei Männer in weissen Kitteln in einem Labor.

Bildlegende: Mitarbeiter der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz untersuchen Proben im Labor. zvg

Die Lebensmittelkontrolle des Kantons Luzern untersuchte im letzten Jahr 6622 Lebensmittel, Trinkwasserproben und Gebrauchsgegenstände wie Modeschmuck. Dabei mussten rund neun Prozent oder 587 Proben beanstandet werden, wie die Luzerner Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Die meisten Beanstandungen gab es wegen mangelnder Hygiene, wegen falscher Lagerung oder abgelaufener Ware.

Eine unbefriedigende Situation zeigte sich laut Angaben der Kontrolleure im Online-Handel. Bei der Überprüfung von elf Websites und insgesamt 17 Produkten seien bei allen Websiten und bei 15 Produkten Mängel festgestellt worden.

Konsumenten bewusst getäuscht

Oft wurden Lebensmittel illegalerweise als Heilmittel angepriesen. So sei der Anschein erweckt worden, dass sie zur Behandlung oder Heilung einer Krankheit geeignet seien. Damit seien die Konsumenten bewusst getäuscht worden. Die Vertreiber der Produkte wurden angewiesen, die illegalen Anpreisungen auf ihren Websites zu entfernen.