Ostern mit Rekordstau und Schnee am Gotthard

Die Blechlawine vor dem Gotthard-Nordportal im Urnerland löste sich erst nach 45,5 Stunden auf. Grund für den Rekordstau waren die guten Wetteraussichten über die Ostertage auf der Alpensüdseite. Die Situation erschwert hatten auch Schneefälle.

Stau auf der A2 am Gotthard.

Bildlegende: 45,5 Stunden Stau am Gotthard - das ist Rekord. Keystone

Der Osterstau hat dieses Jahr alle Rekorde gebrochen. Bereits am Gründonnerstag knackte das Thermometer im Süden und im unteren Misox die 20-Grad-Marke. Im Norden und Osten der Schweiz hingegen war der Start ins Osterwochenende buchstäblich ins Wasser gefallen.

Laut SRF Meteo tobte im Norden vielerorts erneut der Sturm und es gab teilweise viel Regen. In den Bergen fiel auch wieder Schnee. Deswegen habe auch die Autobahn kurz gesperrt werden müssen, bilanziert Oliver Schürch, Pikettoffizier bei der Kantonspolizei Uri. Trotzdem sei das Wochenende ohne grössere Unfälle verlaufen. Das Staumanagement habe sich als richtig erwiesen, sagt Schürch weiter. Bei der Rückreise am Ostermontag war am Gotthard erneut Geduld gefragt. Am frühen Nachmittag stauten sich die Autos auf sieben Kilometer.

Schnee im Urserental blockierte Bahn

Störungen gab es am Karfreitag auch auf der Matterhorn Gotthard Bahn: Weil Schnee weggeräumt werden musste, fuhren am frühen Morgen zwischen Realp und Hospental vorübergehend keine Züge. Wegen Lawinengefahr war der Autoverlad am Oberalppass zwischen Andermatt und Sedrun den ganzen Tag unterbrochen.