«Personal wird sich wehren - notfalls auch mit einem Streik»

Längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn: Die Luzerner Regierung will auch bei Verwaltungsangestellten und Lehrpersonen sparen. «Das Personal wird sich das nicht bieten lassen», sagt Remo Herbst, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Luzerner Personal. Auch ein Streik sei möglich.

Porträt Remo Herbst

Bildlegende: Remo Herbst, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Luzerner Personal. SRF

«Das Staatspersonal und die Lehrpersonen haben bereits in der Vergangenheit grosse Sparbeiträge geleistet», sagt Remo Herbst im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF: «Jetzt ist es genug.» Bereits jetzt sei der Kanton Luzern an der Spitze, was Arbeitszeiten angeht, bei den Löhnen hingegen absolut im Minimum.

Herbst ist überzeugt, dass sich die zunehmende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen auch auf die Motivation der Angestellten auswirke: «Unter der fehlenden Wertschätzung, die sich so ausdrückt, könnte auch die Qualität der Arbeit leiden.» Das Personal lasse sich das nicht länger bieten.

Streik als letzes Mittel

Im Moment sei man daran, Gegenmassnahmen auszuarbeiten. Dazu gehörten auch drastische Mittel: «Die Streikbereitschaft ist unter den Volksschullehrern bereits sehr hoch und dürfte auch in der Verwaltung gross sein.» Im Moment sei ein Streik als letztes Mittel nicht auszuschliessen.

Die Luzerner Regierung gab am Mittwoch 29 Massnahmen zur Gesundung der Kantonsfinanzen bekannt. Dazu gehören auch längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn für Lehrpersonen und die Verwaltungsangestellten, der Verzicht auf Dienstaltersgeschenke oder eine Neuorganisation der Verwaltung.