PH Luzern zeigt die düstere Seite der Schule

Die Ausstellung «Schule im Nationalsozialismus» zeigt auf, mit welchen Mitteln Nazi-Deutschland seine Ideologie in die Erziehung brachte. Die Pädagogische Hochschule Luzern will so Schülerinnen und Schüler für die Gefahren von indoktrinierten Schulen sensibilisieren.

Rassenkunde in der nationalsozialistischen Schule: Das Schädelvermessungsgerät.

Bildlegende: Rassenkunde in der nationalsozialistischen Schule: Das Schädelvermessungsgerät. zvg

Die Sonderausstellung gibt an zwölf Stationen Einblick in den deutschen Schulalltag vor 75 Jahren. Dies sei auch heute noch interessant, sagt Geschichtsdidaktiker Peter Gautschi von der Pädagogischen Hochschule: «Die Schülerinnen und Schüler sollen aus ihren Erkenntnissen schliessen können, dass es wichtig ist aufzupassen, dass Schulen nicht durch Ideologien missbraucht werden.»

Die Ausstellung stösst auf grosses Interesse. 40 Schulklassen haben sich bereits angemeldet, das Programm ist ausgebucht. Am Samstag gibt es aber noch für alle Interessierten die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen - im Gebäude der Pädagogischen Hochschule und der Uni, von 13 bis 17 Uhr.