Preis vom Bund für Solarhaus der Hochschule Luzern

Das Bundesamt für Energie verleiht den Erfindern eines energiesparenden Solarhauses von der Hochschule Luzern einen Preis. Durch eine ausgeklügelte Raumteilung reduziere sich in diesem Haus der Flächenverbrauch und Wasser und Sonnenwärme werden mehrfach genutzt.

Das Team der Hochschule Luzern beim Wettstreit Solar Decathlon Europe in Versailles.

Bildlegende: Bereits in Versailles konnte das Team der Hochschule Luzern im Sommer 2014 einen Erfolg verbuchen. zvg

Der diesjährige «Watt d'Or»-Sonderpreis der Kategorie «Ausbildung» des Bundesamts für Energie geht an Architektur- und Technikstudierende der Hochschule Luzern. Geehrt werden sie für ihren Wettbewerbsbeitrag am Solar Decathlon Europe im Sommer 2014 in Versailles, wo sie unter 20 Hochschulteams den fünften Rang erreichten. Mit dem Haus «your+» sei ein real gebautes Haus entstanden, das an Genialität grenze, schreibt das Bundesamt.

Stühle in Wand integriert

Das Gebäude hat durch eine ausgeklügelte Raumteilung das Ziel, dass die Bewohner darin ökologischer, wirtschaftlicher, sozialer und lustvoller leben können. Zudem sorgt eine ausgeklügelte Inneneinrichtung, wo beispielsweise Stühle in die Wand integriert sind, für platzsparendes Wohnen. Durch solche Innovationen wird die Nutzfläche pro Person von heute durchschnittlich 45 auf 35 Quadratmeter reduziert. Überdies wird auch Wasser in diesem Haus mehrfach genutzt und die Energie wird aus Sonnenkollektoren gewonnen. Überschüssige Energie wird zur späteren Verwendung in Batterien gespeichert oder ins Netz eingespeist.

Haus kann besichtigt werden

Während drei Jahren arbeiteten die Studierenden und die betreuenden Dozierenden an diesem Projekt. Wie die Hochschule Luzern in ihrer Mitteilung schreibt, sei der Preis des Bundesamtes jetzt der krönende Abschluss. Das Solarhaus steht auf dem Campus in Horw, wo es für Ausbildungs- und Forschungszwecke genutzt wird und auf Anmeldung auch besichtigt werden kann.