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Zentralschweiz Presslufthammer und Gipfeli: Ein Dorf als Grossbaustelle

Im luzernischen Wolhusen wird die Kantonsstrasse für sieben Millionen Franken saniert. Während anderthalb Jahren ist Wolhusen eine Baustelle. Gleichzeitig läuft der Alltag im Dorf weiter. Eine schwierige Situation – nicht zuletzt für die Betriebe im Dorfzentrum.

Wer momentan in Wolhusen unterwegs ist, hat es nicht leicht. Rotweisse Absperrbretter versperren einem den Weg, Presslufthämmer und Lastwagen sogen für Lärm. Zudem stauen sich die Autos vor dem Kreisel in alle Richtungen.

Direkt am Kreisel befindet sich das Restaurant «Rössli». Seit den Bauarbeiten verzeichnet der Betrieb weniger Gäste, vor allem über den Mittag. Man habe sich aber darauf vorbereitet, sagt Heidi Zimmermann, die zusammen mit ihrem Mann das «Rössli» leitet.

«Wir haben uns vorgängig bei vergleichbaren Betrieben in Willisau informiert, mit welchen Auswirkungen wir rechnen müssen», so Heidi Zimmermann. In Willisau war bei der Stadtsanierung auch eine Grossbaustelle mitten im Dorf.

Trübsal blasen hilft nicht.
Autor: Peter BiglerGemeindepräsident von Wolhusen

Auch bei der Bäckerei am Kreisel spürt man die Baustelle deutlich. «Wir haben etwa einen Drittel weniger Umsatz», sagt Leiterin Iris Krummenacher auf Anfrage. Dies habe Auswirkungen. Stellen seien nicht mehr besetzt worden und man habe auch Entlassungen aussprechen müssen.

Gemeindepräsident Peter Bigler rechnet damit, dass die Mehrzahl der Betriebe in Wolhusen wohl mit einem Umsatzrückgang von einem Drittel rechnen müsse. «Trübsal blasen hilft nicht», sagt er. Schliesslich müssten die Arbeiten ja gemacht werden.

Die Information durch den Kanton habe sehr gut funktioniert. Dass die Bauarbeiten für viele in Wolhusen nicht einfach seien, könne er verstehen, so Armin Wicki. Er betreut das Strassenbauprojekt beim Kanton. «Man versucht aber, die Arbeiten mit den Betrieben im Dorf abzusprechen.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 17.30 Uhr

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