Kanton Luzern ändert Gesetz Private Waldorganisationen sollen gestärkt werden

Die meisten Rückmeldungen zum Vorschlag der Regierung sind positiv. Von Umweltverbänden und Linken aber kommt Kritik.

Ein Schweizer Wald.

Bildlegende: Luzern will die Nutzung des Waldes verbessern. Keystone

Rund 41'000 Hektaren Wald gibt es im Kanton Luzern. Doch die Nutzung des Holzes gestaltet sich häufig schwierig. Denn die grosse Waldfläche ist auf rund 12'000 Waldbesitzer verteilt. Damit diese besser zusammenarbeiten, will der Kanton die so genannten RO – die regionalen Organisationen – stärken.

Bis jetzt konnten sich Waldbesitzer, die sich keiner RO angeschlossen hatten, für die Försterdienste beim Kanton melden. Neu sollen sie an die privaten RO-Förster verwiesen werden können. So sieht es eine Änderung des Waldgesetzes vor, zu dem sich die Bevölkerung in den letzten Monaten äussern konnte.

«  Sie befürchten, dass die Wirtschaftsfunktion des Waldes überbetont wird. »

Christoph Böbner
Leiter Dienststelle Landwirtschaft und Wald

Die Vernehmlassung habe gezeigt, dass dieser Vorschlag mehrheitlich gut ankomme, sagt Christoph Böbner, Leiter der kantonalen Dienststelle Landwirtschaft und Wald auf Anfrage von Radio SRF.

Nur von Umweltverbänden und aus linken Kreisen habe es kritische Rückmeldungen gegeben: «Sie befürchten, dass die Wirtschaftsfunktion des Waldes überbetont wird. Und dass die Umweltfunktionen, wie die Erholungsfunktion oder die Biodiversität, eher in den Hintergrund treten würden.» Die Änderungen seien zudem mit einem Sparauftrag verbunden.

Man werde die Rückmeldungen nun auswerten. Christoph Böbner geht allerdings davon aus, dass es keine grossen Änderungen mehr geben wird. Der definitive Vorschlag der Regierung ist im Herbst zu erwarten. Dieser geht dann zur Beratung ins Parlament.