Pure Körperlichkeit in drei Variationen

Gleich drei Stücke von Gastchoreographen bringt das Luzerner Tanzensemble in «Celebration» auf die Bühne. Der Abend beeindruckt durch eine kompromisslos moderne Tanzsprache, die die Virtuosität des Ensembles voll zum Tragen bringt.

Szene aus der ersten Choreographie «malasombre».

Bildlegende: Szene aus der ersten Choreographie «malasombre». Gregory Batardon/zvg

Die Choreographie «malasombre» thematisiert die kubanische Salsa-Ikone La Lupe. Der spanische Choreograph Cayetano Soto zeigt mit starken Bildern einerseits exzessive Heissblütigkeit, andererseits aber auch übertriebene Eitelkeit.

Im zweiten Stück «Naked Ape» dringt der ebenfalls spanische Choreograph Fernando Hernando Magadan ins Innere des Menschen und lässt die Tänzer theatralischen zwischen Urinstinkten und Denkfähigkeit pendeln.

Den Abschluss macht eine Choreographie des Griechen Andonis Foniadakis. In energiegeladenen Bewegungsabläufen taucht er in die Welt des Nachtlebens in Clubs - inklusive Trance und Realitätsflucht.

Den drei Stücken ist ihre kraftvolle Bewegungssprache gemein. Und dank des zurückhaltenden Einsatzes von Bühnenbild und Kostümen tritt der körperliche Ausdruck ganz in den Vordergrund, was die Stärken des Ensembles perfekt hervorhebt.