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Quecksilber im Boden Bei der ehemaligen Luxram in Goldau muss der Boden saniert werden

Die meisten der fast 50 Bodenproben waren zwar negativ. Doch drei Liegenschaften sind belastet.

Grafik eines Gemeindeplanes mit rot und grün markierten Flächen.
Legende: Die rot markierten Flächen müssen saniert werden – die grün eingezeichneten Flächen sind schwach belastet. zvg / Kanton Schwyz

Die Böden einzelner Areale rund um die ehemalige Luxram Licht AG in Goldau müssen saniert werden, weil sie zu viel Quecksilber beinhalten.

Wie das Amt für Umweltschutz am Mittwoch mitteilte, wurden im Gebiet zwischen Gotthard- und Bergstrasse total 48 Proben aus der obersten Bodenschicht entnommen. In 34 wurde der Quecksilber-Grenzwert von 0,5 Milligramm pro Kilogramm Erde unterschritten. Dazu gehören die Kinderspielplätze und alle Grundstücke, die nördlich der Bahnlinie von Arth-Goldau Richtung Zug sowie westlich der Gotthardstrasse liegen. Jene Areale seien unbedenklich.

Wer für die Kosten der Sanierung aufkommen muss, ist noch unklar.
Autor: Peter InhelderLeiter Amt für Umweltschutz

Böden müssen saniert werden

In den restlichen 14 Bodenproben wurden höhere Quecksilberbelastungen nachgewiesen. Liegt die Belastung unter 2 Milligramm pro Kilogramm handelt sich um eine schwache bis mittlere Belastung. Saniert werden müssen Böden mit einer Quecksilberbelastung von über 2 Milligramm pro Kilogramm. Das sei in Goldau bei drei Liegenschaften der Fall, sagte Peter Inhelder, der Leiter des Amts für Umweltschutz des Kantons Schwyz, auf Anfrage. Die betroffenen Grundstücke müssen in den kantonalen Kataster der belasteten Standorte eingetragen werden.

Wer für die Kosten der Sanierung aufkommen muss, ist noch unklar und wird momentan von Juristen abgeklärt. Denn die Firma Luxram Licht existiert nicht mehr. Wenn niemand haftbar gemacht werden kann, muss am Schluss die Gemeinde Arth die Kosten übernehmen.

Die Sanierung wird laut Peter Inhelder nur geringe Auswirkungen auf die geplante Entwicklung des Bahnhofgebietes haben.

Erbe der Glühlampenfabrik Luxram

Die Luxram beim Bahnhof Arth-Goldau hat bis in die 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts Glühlampen hergestellt. Für die Produktion von Schaltern und Quecksilberdampflampen war während rund zwei Jahrzehnten Quecksilber zum Einsatz gekommen. Zudem wurden Pumpen verwendet, die Quecksilber enthielten. Das Schwermetall dürfte über die Luft in die Umgebung geraten sein.

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