Raumplanung spaltet die Zuger Bürgerlichen

Am 3. März 2013 stimmt das Schweizer Volk über das Raumplanungsgesetz ab. Im Kanton Zug sind die Freisinnigen uneinig. Gründe sind die Landschafts-Initiative und die Mehrwertabgabe.

Eine Baustelle, wo eine neue Überbauung entsteht

Bildlegende: Eine Baustelle in Cham ZG, wo eine neue Überbauung entsteht Keystone

Der Zuger Nationalrat Bruno Pezzatti (FDP) und der Zuger Ständerat Joachim Eder (FDP) kommen beim Raumplanungsgesetz zu ganz unterschiedlichen Schlüssen. Eder sitzt im Pro-Komitee, Pezzatti bekämpft das Gesetz.

Bei einer Ablehnung des Raumplanungsgesetzes käme automatisch die Landschafts-Initiative vor das Schweizer Stimmvolk. Diese geht weiter und verlangt, dass die nächsten 20 Jahre die Bauzonen in der Schweiz nicht vergrössert werden dürfen. Vor dieser Initiative hat Joachim Eder «grossen Respekt». Beim Raumplanungsgesetz «wissen wir, was wir erhalten».

«Die Kröte ist zu gross zum schlucken»

Anders sieht es Parteikollege Bruno Pezzatti. Die Landschafts-Initiative «würde vehement bekämpft». Nur aus Angst vor dieser, wolle er das Raumplanungsgsetz nicht annehmen. Bruno Pezzatti missfällt die Mehrwertabgabe von 20 Prozent bei einer Neueinzonung. «Eine neue Steuer ist das», sagt er. 

Joachim Eder widerspricht. «Warum soll einer, der über Nacht Millionär wurde, nicht einen Teil des Geldes abgeben», fragt er. Das Geld würde auch für die geforderten Rückzonungen eingesetzt.

Die Kantone hätten bei einem JA zum Raumplanungsgesetz fünf Jahre Zeit, ihre Richtpläne anzupassen. Bei einem NEIN kommt die Landschafts-Initiative vor das Schweizer Stimmvolk.