Rechnung Schwyz: Statt eines saftigen Minus gibt es ein Plus

In der Schwyzer Staatsrechnung 2015 resultiert statt des erwarteten Defizits von 66 Millionen Franken ein Gewinn von 10 Millionen. Gründe sind mehr Geld von National- und Kantonalbank, mehr Steuereinnahmen und weniger Ausgaben. Am Sparkurs will die Regierung festhalten.

Schwyzer Regierungsgebäude mit Schriftzug und Balkon

Bildlegende: Besser als erwartet schliesst die Staatsrechnung 2015 des Kantons Schwyz SRF

2014 hatte noch ein Rekorddefizit von 211 Millionen Franken resultiert. Nun schloss die laufende Rechnung bei einem Aufwand von 1,4 Milliarden Franken rund 76 Millionen Franken besser ab als budgetiert.

Ins Gewicht fielen im vergangenen Jahr laut Finanzdirektor Kaspar Michel vor allem die unerwartete doppelte Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank von 25 Millionen Franken und 21Millionen Franken mehr Steuereinnahmen vor allem aus Nachträgen bei den Ertrags- und Kapitalsteuern. Zudem lieferte die Schwyzer Kantonalbank 5 Millionen mehr Gewinn ab.

Gleichzeitig gab der Kanton weniger Geld aus als geplant. Beim Personal- und Sachaufwand resultierte ein um 13 Millionen Franken tieferer Betrag als im Budget vorgesehen. Das Eigenkapital betrug Ende 2015 noch 78 Millionen Franken, leicht mehr als im Vorjahr.

Am Sparkurs festhalten

Der Schwyzer Regierungsrat will trotz gutem Abschluss weiter am eingeschlagenen Sparkurs festhalten. Für ihn ist die nachhaltige Sanierung des Finanzhaushalts in Sichtweite. Der eingeschlagene Weg der Sanierung sei deshalb konsequent weiterzuverfolgen.

Mit einer laufenden Steuergesetzrevision, die unter anderem die Einführung der Flate Rate Tax vorsieht, plant die Regierung Mehreinnahmen von 170 Millionen Franken.