Region Einsiedeln erhält keine neuen Arbeitsplätze des Kantons

Die Region Einsiedeln profitiert nicht wie andere Gebiete des Kantons Schwyz vom wirtschaftlichen Boom. Die Gemeindepräsidenten baten darum die Regierung um mehr Unterstützung und mehr Arbeitsplätze. Ein Gespräch fand diese Woche statt - ohne konkrete Ergebnisse.

Einsiedeln aus der Vogelperspektive

Bildlegende: Die Region Einsiedeln: Als Erholungsraum sehr gefragt, als Wirtschaftsstandort weniger. SRF

Die Region Mitte, also das Gebiet um Einsiedeln, sehe sich immer wieder etwas stiefmütterlich behandelt, sagt Edy Marty, der Gemeindepräsident von Unteriberg: «Vor allem Einsiedeln hat zwar ein grosses Bevölkerungswachstum verzeichnet, die Arbeitsplätze konnten aber nicht mithalten.»

Die Gemeindepräsidenten der Region Mitte hätten darum gewünscht, dass der Kanton Schwyz einen Teil der Verwaltung und damit viele Arbeitsplätze von Schwyz nach Einsiedeln verlagern würde.

Die Schwyzer Regierung hat dies an einem Treffen diese Woche aber abgelehnt. Der Kanton sei bereits jetzt mit zahlreichen Arbeitsplätzen präsent. «Zum Beispiel haben wir den Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg eingerichtet», erklärt Regierungsrat Andreas Barraud. Eine weitere Verschiebung von Arbeitsplätzen widerspreche der Immobilien-Strategie des Kantons. Diese sieht vor, die Verwaltung zentral in Schwyz zu konzentrieren.

Die Region Mitte müsse ihre bestehenden Stärken im Tourismus, dem Gesundheitsbereich und dem Gewerbe ausbauen. Der Kanton habe aber Verständnis für die Anliegen der Region und werde sie dabei unterstützen, sagt Andreas Barraud.