«Rigoletto» in der Fabrikhalle

Das Luzerner Theater gastiert in der Viscosistadt in Emmenbrücke: Die erste grosse Opernproduktion unter der Intendanz von Benedikt von Peter findet in einer stillgelegten Fabrik statt.

Zwischen Turbinen, Schaltkästen und Stahltreppen wird «Rigoletto» von Giuseppe Verdi aufgeführt. Das Publikum ist zu Beginn der Vorstellung mittendrin und Teil eines Festes. Danach geht es für das Publikum die Treppe hinauf zu den auf verschiedene Stockwerke verteilten Sitzplätzen.

Raum im Rampenlicht

Das Luzerner Theater zeigt eine gelungene Aufführung. Die Fabrikhalle ist der Star des Abends. Regisseur Martin Stormann ordnet ihr alles unter und verzichtet fast ganz auf Requisiten. Mit Licht und Video-Projektionen wird die Athmosphäre des Raumes unterstützt.

Die Sängerinnen und Sänger des Ensembles zeigen durchs Band eine tolle Leistung. Brillieren tut Claudio Otelli als «Rigoletto».

Inhalt wird spielerisch kaum umgesetzt

Einzig die Handlung der Oper bleibt etwas auf der Strecke: Regisseur Martin Stormann verzichtet fast ganz darauf, die Handlung spielerisch umzusetzen.

«Rigoletto» in der Viscosistadt wird noch bis Anfang Dezember aufgeführt. Danach wird die Fabrikhalle abgerissen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17.30 Uhr.