Rollende Landstrasse: Urner Regierung will Hand bieten

Die Urner Regierung will sich nicht mehr wehren gegen eine Verladestation für eine Rollende Landstrasse in Erstfeld. Das schreibt sie in einem Brief, den sie vor der Debatte über die 2. Röhre des Gotthard-Strassentunnels an die Mitglieder des Nationalrats geschickt hat.

Auto-Verladestation.

Bildlegende: Während der Sanierung des Gotthard-Tunnels sollen mehr Autos auf Züge verladen werden. Keystone

Die Regierung gibt den Widerstand auf gegen den Bau eine Verladestation im Rynächt in Erstfeld. Wenn ein weiterer gleichwertiger Standort auf der nördlichen Zufahrt bis Brunnen realisiert werde, biete der Regierungsrat Hand für eine Verlademöglichkeit im Urner Talboden, heisst es im Schreiben.

Ursprünglich hatte der Regierungsrat sich auf den Standpunkt gestellt, Verladestationen seien weiter nördlich zu errichten, beispielsweise im Aargau oder in den Kantonen Zug oder Schwyz.

Die Urner Regierung wiederholt im Brief an die Nationalrätinnen und Nationalräte, dass sie nach wie vor gegen den Bau einer zweiten Röhre für den Gotthard-Strassentunnel ist. Die Grosse Kammer debattiert am Mittwoch über das Geschäft.