Rote Karte für Lungern-Schönbüel-Bahnen

Die Seil- und die Sesselbahn Lungern-Schönbüel müssen den Betrieb einstellen. Dies hat der Bund verfügt. Das Unternehmen habe die gesetzlichen Vorgaben wiederholt nicht eingehalten. Der Geschäftsführer weist die Vorwürfe zurück.

Die Seilbahn Lungern-Schönbühl, die den Betrieb per sofort einstellen muss.

Bildlegende: Muss den Betrieb per sofort einstellen: Die Seilbahn Lungern-Schönbüel. SRF

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat das Bahnunternehmen, die Panorama-Welt Lungern Schönbüel AG, nach Kontrollen wiederholt gerügt. In den letzten Jahren seien «sowohl bei Kontrollen des BAV als auch aufgrund von Hinweisen von Dritten immer wieder Mängel vor allem in den Bereichen Betrieb und und Organisation zum Vorschein gekommen», schreibt das Bundesamt.

Bahnen sehen keine Versäumnisse

Es habe unter anderem Mängel bei der Ausbildung und Überwachung des Personals und wiederholte Verstösse gegen die Vorgaben der Betriebsbewilligung gegeben. Der Betrieb der Pendelbahn Lungern Obsee-Turren sowie der Sesselbahn Turren-Schönbüel bleibe so lange eingestellt, bis das Unternehmen dargelegt habe, mit welchen Massnahmen es die gesetzlichen Anforderungen einhalten kann.

Der Geschäftsführer der Bahn, Paul Niederberger, sagt gegenüber SRF, die Vorwürfe seien haltlos. «Das BAV sagt, wir haben zu wenig Leute am Berg und die Ausbildung sei ungenügend. Wir haben die Ausbildung gemacht, aber das BAV schaut dies gar nicht an.» Er werde Anwälte einschalten und den Betrieb vielleicht schon am Mittwoch wieder aufnehmen, so Niederberger.