Rote Zahlen für die Papierfabrik Perlen

Die Luzerner Industriegruppe CPH Chemie + Papier Holding ist 2015 wegen der Frankenstärke tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich blieb ein Minus von 33 Millionen Franken. Auch der Umsatz ging deutlich zurück. Drei Fünftel der Erträge stammten aus dem Euroraum.

Papierrolle in einer Fabrik.

Bildlegende: Das Geschäft mit Papier ist schwieriger geworden. zvg

Die Aufhebung des Euromindestkurses wirkte sich auf alle drei Geschäftszweige negativ aus. Das teilt das Unternehmen aus Perlen am Freitag mit. Der Umsatz schrumpfte um knapp 15 Prozent auf 420 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) rutschte mit fast 22 Millionen Franken ins Minus. Im Vorjahr hatte es noch 16 Millionen Franken betragen.

Die Divisionen Chemie und Verpackung produzieren teilweise und die Abteilung Papier ausschliesslich in der Schweiz. Die Erträge fallen zu 60 Prozent im Euroraum an. So sei es schwierig, einen Währungsschock von über 10 Prozent zu verdauen.

Die andere Negativentwicklung betraf nur das Papier, welches 59 Prozent des Gruppenumsatzes liefert. Die Nachfrage nach Pressepapier ist wegen des Auflagenschwunds rückläufig. Wegen Überkapazitäten gingen die Preise weiter zurück. Der Umsatz der Sparte sank um mehr als 20 Prozent.

2016 will das Unternehmen in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Unter anderem soll die Expansion in Asien forciert werden.