Ruhezonen für Waldtiere sollen auch der Holzwirtschaft nützen

In zwei Waldgebieten der Gemeinde Willisau wurden grosse Rückzugszonen für Wildtiere ausgeschieden. In diesen Teilen des Waldes sollen die gestressten Tiere zur Ruhe kommen können. Von diesem Pilotprojekt soll auch die Waldwirtschaft profitieren können.

Die Wälder sind unsere Naherholungsgebiete und werden immer intensiver genutzt. «Manchmal beissen sich die Interessen der verschiedenen Nutzer: Der Natur, der Freizeit und der Wirtschaft», sagt der Willisauer Revierförster Martin Filli gegenüber Radio SRF. Diese intensive Nutzung führe dazu, dass die Tiere im Wald keine Ruhe mehr fänden und gestresst seien.

Kein Naturreservat, keine Bussen

Im Hirsern- und im Willbrigwald in der Luzerner Gemeinde Willisau wurden nun Rückzugsgebiete für Wildtiere ausgeschieden. Auf Informationstafeln stehen die drei Regeln, die es in diesen Waldstücken zu befolgen gilt: Auf dem Weg bleiben, Hunde an die Leine nehmen und nur auf Picknickplätzen rasten. «Man darf immer noch vieles tun und soll sich weiterhin im Wald erholen - einfach mit der nötigen Rücksicht.» Es seien keine Natrurreservate und es würden auch keine Bussen verteilt, sagt Martin Filli weiter.

Erholte Tiere, besseres Holz

Auch Tiere müssen sich erholen und brauchen Rückzugsgebiete. «Gestresste Rehe brauchen mehr Nahrung und fressen deshab mehr junge Triebe. Diese Verbissschäden an Weisstannen und Laubbäumen führen dazu, dass das Holz nur noch als Brennholz gebraucht werden kann. Dadruch haben die Waldbesitzer Einbussen.»

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr