«Salle modulable ist wünschbar und notwendig»

Das Luzerner Prestigeprojekt Salle modulable sei wünschbar und notwendig zugleich, sagt der Luzerner Regierungspräsident Reto Wyss. Notwendig, weil es für das Luzerner Theater etwas Neues brauche, wünschbar, damit sich der Kulturkanton Luzern weiterentwickeln könne.

Reto Wyss

Bildlegende: Der Luzerner Regierungspräsident Reto Wyss. zvg

Zu den Kosten des Projekts sagt Wyss als Sonntagsgast im Regionaljournal Zentralschweiz, diese müssten gesenkt werden. Er verweist aber darauf, dass die Initianten mit weiteren Beiträgen von privaten Sponsoren rechnen.

In Luzern soll neben dem KKL ein neues kulturelles Wahrzeichen entstehen. Geplant ist ein Theaterhaus für 200 Millionen Franken mit mehreren Sälen etwa für innovative Aufführungen auf Spitzenniveau. Die erste demokratische Hürde steht in der Stadt im November an.

Für den Bau des neuen Theaterzentrums soll eine Stiftung gegründet werden. Die Investitionen werden auf 208 Millionen Franken veranschlagt. Rund 80 Millionen sollen aus dem Erbe des Mäzens Christof Engelhorn fliessen. Stadt und Kanton sollen zusammen 93 Millionen beisteuern. Den Promotoren schwebt daneben 35 Millionen von privaten Investoren vor. Wer das sein soll, ist offen.

Die Betriebskosten für das Theaterhaus werden auf 31 Millionen Franken jährlich beziffert. Das heutige Luzerner Theater kostet die öffentliche Hand 24 Millionen Franken.

Der Neubau soll mehreren Kulturinstitutionen eine Heimat geben. Angestossen worden war die Idee einer Salle Modulable vom Lucerne Festival, das seine Sinfoniekonzerte im KKL mit innovativem Musiktheater ergänzen möchte. Das Luzerner Theater braucht ein neues Haus, weil sein knapp 180-jähriger Aufführungsort zu klein geworden ist. Auch das Luzerner Sinfonieorchester, die freie Szene und das Veranstaltungshaus Südpol sollen den Neubau nutzen.