«Satyricon» - Dekadenz auf der Bühne des Luzerner Theaters

Premiere im Luzerner Theater. In der zeitgenössischen Oper «Satyricon» des italienischen Komponisten Bruno Maderna dreht sich alles um die dekadente Gesellschaft.

Gruppenbild des Ensembles des Luzerner Theaters in der Aufführung «Satyricon»

Bildlegende: «Satyricon» - in der Luzerner Inszeierung geht die Gesellschaft an der Dekadenz zu Grunde. zvg

Bruno Maderna schrieb «Satyricon» 1973 nach einer Vorlage des antiken Dichters Petronius. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Trimalchios Gastmahl. Wollust, Völlerei und Reichtum prägen die dekadente Gesellschaft. Der italienische Komponist Bruno Maderna hat 16 Szenen und fünf Tonbandeinspielungen komponiert. Regisseure und  Dirigenten dürfen selber eine Reihenfolge der Szenen bestimmen

Im Luzerner Theater wird «Satyricon» nicht als üppige römische Orgie inszeniert. Regisseur Johannes Pölzgutter setzt die Gesellschaft in eine weisse, sterile Umgebung. An Sekt nippend und Austern schlürfend, wirken sie oft gelangweilt.

Die zeitgenössische Oper Bruno Madernas zitiert diverse grosse Komponisten wie Verdi, Tschaikowsky oder Bizet. Das Werk ist durchaus humoristisch und das Ensemble vom Luzerner Theater nimmt diesen Witz über weite Strecken auf.