SC Kriens kann Schulden abbauen - die Stadionpläne harzen aber

Noch knapp eine halbe Million Franken Schulden hat der Sportclub Kriens. Das ist rund ein Drittel dessen, was es vor wenigen Monaten war. Einen Rückschlag muss der Verein aber in Sachen Stadionpläne einstecken - das Gemeindeparlament blockt.

Werner Baumgartner

Bildlegende: Der neue SCK-Präsident Werner Baumgartner blickt zuversichtlich in die Zukunft. SRF

An der Generalversammlung des angeschlagenen SC Kriens vom Donnerstagabend blieb der grosse Eklat aus. Im Gegenteil: Niklaus Fanger von der Task Force präsentierte die jüngsten Zahlen zur Verschuldung des Vereins. Diese beläuft sich auf noch rund eine halbe Million Franken. Ende Juni waren es 1,3 Millionen gewesen. Dennoch schloss Niklaus Fanger seine Vorstellung unter Tränen. Die alte Jahresrechnung (unter Federführung der ehemaligen Klubleitung) wurde von der Generalversammlung auf Grund von Fehlern abgelehnt.

Anschliessend wurde der neue Präsident Werner Baumgartner mit Applaus gewählt. Er ist Krienser, 51-jährig und Jurist. Vakant sind zur Zeit noch die Stellen des Vizepräsidenten und des Sportchefs. Die Task Force, welche den Verein wieder auf gesunde Beine stellen soll, wird zwar aufgelöst, bringt aber die begonnen Geschäfte noch zu Ende.

Nein zu grossen Wohnungen

Einen Dämpfer musste der SC Kriens am Donnerstag bei seinen Stadionplänen hinnehmen. Das Gemeindeparlament passte in zweiter Lesung die Zonenplanung so an, dass der SCK beim Kleinfeld nur kleine Wohnungen bauen könnte. Doch der Verein möchte mit grösseren Wohnungen das Stadion querfinanzieren.

Entsprechend enttäuscht zeigte sich der neue SCK-Präsident Werner Baumgartner im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz: «So wird es sehr schwierig, Investoren zu gewinnen, was wiederum einen Neubau des Kleinfeldes unmöglich macht.» Baumgartner überlegt sich nun, wie es weiter gehen soll.