Schmolz und Bickenbach in Schieflage

Der Emmer Stahlkocher Schmolz und Bickenbach rutschte im Geschäftsjahr 2012 massiv ins Minus. Der Verlust betrug 158 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch knapp 43 Millionen Euro verdient.

Das Stahlwerk von Schmolz und Bickenbach in Emmen.

Bildlegende: Das Stahlwerk von Schmolz und Bickenbach in Emmen. Keystone

Auf dem Ergebnis lasten Abschreiber und Kosten für Restrukturierungen von fast 100 Millionen Euro. Ansonsten ist das Resultat auch die Folge eines deutlichen Umsatzrückgangs: Die Einnahmen des Industrieunternehmens mit Schweizer und deutschen Wurzeln fiel um 9,2 Prozent auf 3,58 Milliarden Euro.

In Europa ging der Umsatz gar um 12,9 Prozent zurück, wie der Lieferant von Werkzeug- und Edelbaustahl sowie rost-, säure- und hitzebeständigen Stahlen am Donnerstag mitteilte. Der Maschinenbau auf dem krisengeschüttelten Kontinent fragte weniger Material nach.

In den übrigen Teilen der Welt hingegen stiegen die Umsätze um 15,5 Prozent. Aber auch dort schwächte sich das Geschäft im zweiten Halbjahr ab. Der Verlust ist höher als von Analysten erwartet.