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Schutz vor Wolf Wenn der Herdenschutzhund gefährlich wird

  • Herdenschutzhunde sollen aus dem Urner Urserntal verschwinden. Dies verlangen rund 150 Bewohner mit einer Initiative.
  • Solche Hunde werden im Urserntal zum Schutz gegen den Wolf eingesetzt. Dieser streift immer wieder durch das Gebiet.
  • Laut den Initianten richten die Hunde aber mehr Schaden an, als sie verhindern.
Herdenschutzhund
Legende: Herdenschutzhunde sollen im Urserntal auch schon Touristen gebissen haben. Keystone

«Die Hunde haben vermehrt Wanderer und Biker verängstigt und vereinzelt sogar gebissen», sagt Columban Russi von der Interessensgemeinschaft «Keine Herdenschutzhunde». Dies führe dazu, dass weniger Touristen ins Urserntal kommen, und der Tourismus sei schliesslich ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Columban Russi hat zusammen mit Gleichgesinnten Unterschriften für eine Initiative gesammelt, die jegliche Herdenschutzhunde aus dem Urserntal verbannen soll. Die Initiative haben sie Ende Januar bei der Korporation Ursern eingereicht.

Demokratisch organisiert

Der Korporation gehört das Land im Urserntal. Alle stimmberechtigten Bewohner des Urserntals können mitbestimmen, was auf dem Korporations-Gebiet für Regeln gelten. Ob aber die Bewohner tatsächlich über die Herdenschutzhunde abstimmen werden, ist noch nicht sicher – trotz Initiative. Die Verantwortlichen wollen zuerst mit der Leitung der Korporation Ursern zusammensitzen und das Anliegen besprechen.

«Eventuell finden wir zusammen eine Lösung, dann können wir die Initative zurückziehen», sagt Columban Russi. Wenn nicht, dann wird im Urserntal im Mai über das Sein und Nichtsein der Herdenschutzhunde abgestimmt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Arthur Häberli (Arthur Häberli)
    Ich mag Statements mit Ansprüchen wie 'Absoluter Unsinn', dann weiss ich, dass ich mir das Weiterlesen sparen kann. Den armen Kerle wurde beigebracht, sie seien Schafe. Eigentlich währen sie ja selber Jäger. Etwas was man auch 'Wolf im Schafspelz' nennen könnte. Begegnung mit ihnen, haben etwas unheimliches und können durchaus auf Wanderwegen passieren, ohne dass man das verhindern kann. Sie sind nicht scheu, wie ein wilder Wolf, sie sind physisch gross und scharf gemacht für ihre 'Aufgabe'.
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    1. Antwort von Silke Döding (Nordlicht)
      Die Aufgabe eines HSH ist seine Herde nach Aussen vor Feinden zu bewachen, durch Bellen in erster Linie und drauf zulaufen, damit der Eindringlich umdreht oder in Distanz an der Herde vorbei geht. Ich denke, das wurde zu genüge mittels Informationen an all die Menschen, Touristen und Biker kund getan. Wer sich dann erlaubt das zu ignorieren bekommt die Konsequenz seinen Entscheidung zu spüren. Evtl. Aber warum ist jetzt daran der Hund schuld??!
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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Absoluter Unsinn ! Die Herdenschutz-Hunde tun ihr Bestes die Herden zu schützen. Die Touristen haben sich anzupassen und den Herden und deren Schutzhunden nicht zu Nahe zu kommen. Es gibt genügend Wege in der CH-Natur, um nicht zu provozieren !
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