Schwierige Suche nach Alternativen zum Wintertourismus

Die Aussichten für die Wintersportorte sind getrübt. Der Beginn des laufenden Winters hat es gezeigt: Es gab keinen Schnee, und für die Produktion von Kunstschnee war es zu warm. Der Klimawandel bedroht die Wintersportorte existenziell. Ein Gespräch über Alternativen.

Urs Wagenseil

Bildlegende: Tourismusexperte Urs Wagenseil bestätigt die getrübten Aussichten für den Wintertourismus. SRF

Die Gletscher schmelzen, und der Permafrost taut auf - das wurde soeben erneut bestätigt. Das hat Auswirkungen für die Wintersportorte im Alpenraum; auch jene in der Zentralschweiz.

Urs Wagenseil, Leiter Tourismus an der Hochschule Luzern Wirtschaft, bestätigt im Gespräch mit Radio SRF, dass die Luft dünn wird für verschiedene Wintersportorte in der Zentralschweiz. Es sei aber falsch zu behaupten, Investitionen in Schneekanonen oder Speicherseen seien verschleudertes Geld.

Es brauche diese Investitionen, solange keine Alternativen vorhanden seien. Die Frage nach Alternativen zu beantworten sei aber schwierig. Viel hange von den örtlichen Gegebenheiten ab. Die Tourismusorte müssten sich auf ihre Stärken besinnen.

Das Winterangebot sei in sehr vielen Destinationen seit vielen Jahren ausgebaut worden. Wagenseil nennt etwa Schneeschuhwandern oder Langlaufloipen. Was im Sommer gepusht werden kann, das müsse sorgfältig evaluiert werden. In Frage kommen etwa Golf, Bikerouten oder Klettergärten.