«Schwingsport hat ein Luxusproblem»

Für Paul Vogel, den höchsten Schwinger, sollen Eidgenössische Schwingfeste nicht mehr grösser werden. Die Grenze sei erreicht, sagt der 56-jährige Ruswiler. Er wünscht sich in Zukunft Feste mit weniger Aufwand und weniger Kilbi.

Paul Vogel im Portrait

Bildlegende: Paul Vogel ist seit März 2014 Obmann des Eidgenössischen Schwingerverbandes. SRF

Der Verband freue sich zwar, dass der Schwingsport in den letzten Jahren so populär geworden ist. Mit 40'000 bis 50'000 Zuschauerinnen und Zuschauern an einem Eidgenössischen Schwingfest sei nun aber eine Grenze erreicht, sagt Paul Vogel bei Radio SRF.

Standortwahl ist wichtig

Die Organisatoren sollten den Austragungsort so wählen, dass sie möglichst wenig zusätzliche Infrastruktur aufbauen müssten, erklärt Vogel weiter. Der Obmann des Eidgenössischen Schwingerverbandes nimmt dabei Stellung zu einer Studie der Hochschule Luzern, die am Freitag publiziert wurde.

Während seiner Amtszeit als Obmann soll auch die Diskussion rund um Doping im Schwingsport weitergeführt werden. Vogel möchte, dass der Verband Swiss Olympic und somit Antidoping Schweiz beitritt. «Im nächsten März soll darüber entschieden werden. Es braucht aber noch viel Überzeugungsarbeit», sagt er weiter.