Schwyz zahlt Bergbauern weiterhin kantonale Steillagen-Beiträge

Der Kantonsrat Schwyz belässt die kantonalen Steillagen-Beiträge für Bergbauern im teilrevidierten Landwirtschaftsgesetz. Die Mehrheit des Rates stellt sich damit gegen den Antrag der Regierung und der FDP-Fraktion.

Güllende Bergbauern an der Rigi, im Hintergrund der Bürgenstock.

Bildlegende: Bergbauern bringen an der Rigi Gülle aus. Keystone

Mit 70 zu 13 Stimmen genehmigte der Kantonsrat die Teilrevision des Landwirtschaftsgesetzes, die eine Anpassung an das neue Direktzahlungssystem des Bundes beinhaltet. Umstritten waren die kantonalen Steillagen-Beiträge, die der Regierungsrat und die FDP-Fraktion streichen wollten. Der Antrag der FDP scheiterte mit 38 zu 43 Stimmen.

Sprecher von SVP, CVP und SP engagierten sich für die Beibehaltung der Steillagen-Beiträge. Einerseits seien die Bergbauernfamilien auf diese Gelder angewiesen, andererseits könne ein wertvoller Beitrag zur ökologischen Erhaltung der Landschaft geleistet werden. Die Steillagen-Beiträge seien zudem eine Kompensation für andere Einnahmenausfälle.

Dagegen betonten die FDP-Sprecher, dass der Bund die Finanzierung der Steilhang-Zulagen übernehmen werde. Zusätzliche Beiträge des Kantons seien also nicht nötig. Hier erhalte der Kantonsrat die Gelegenheit, jährlich knapp 350'000 Franken einzusparen, ohne der Bauernschaft etwas wegzunehmen.