Schwyzer Bezirke bleiben sakrosankt

Der Schwyzer Regierungsrat verzichtet auf eine umfassende Reform der Bezirke. Er sehe keine tragfähige Basis für Veränderungen, teilte er am Montag mit. Die Regierung plant daher, Unzulänglichkeiten mit Einzelmassnahmen zu beheben.

Blick auf Lauerzersee und Schwyz.

Bildlegende: Die Schwyzer Regierung sieht keine Chance für eine Neueinteilung des Kantons - hier der Lauerzersee und Schwyz. Keystone

2006 lehnten die Stimmberechtigten eine umfassende Reform der Gliederung des Kantons ab. Grundlegende Änderungen dürften auch heute nicht auf die nötige Unterstützung stossen. Zu dieser Erkenntnis kam der Regierungsrat in einer Konsultation, die er zum Thema Gebietsreform bei Bezirken, Gemeinden und Parteien durchgeführt hat.

Für eine Mehrheit der Teilnehmer an der Umfrage sind die Bezirke nach wie vor geeignete Träger regionaler Aufgaben. Nur eine Minderheit glaubt aber, dass mit der heutigen Gebietseinteilung die Bezirke in der Lage sind, solche zweckmässig und wirkungsvoll zu erfüllen.

Die Vorstellungen, wie die Bezirke gegliedert werden könnten, gingen stark auseinander, schreibt der Regierungsrat. Die Zeit sei nicht reif für eine umfassende Neugliederung der Bezirke, ein Verschmelzen von Bezirken und Gemeinden oder für die Aufhebung der Bezirke, lautet sein Fazit.

Der Kanton Schwyz besteht aus den sechs sehr unterschiedlich gestalteten Bezirken Schwyz, Gersau, Küssnacht, Einsiedeln, Höfe und March, die eine eigene Staatsebene bilden.