Schwyzer Kantonsrat für Beteiligung an HS Rapperswil

Der Schwyzer Kantonsrat will sich an der neuen Trägerschaft der Hochschule Rapperswil (HSR) beteiligen. Der Regierungsrat wollte aus Spargründen aus der Trägerschaft der HSR aussteigen. Das letzte Wort hat das Volk.

Schulgebäude mit Studierenden.

Bildlegende: Der Kanton Schwyz trägt die Hochschule Rapperswil weiter mit. zvg

Der Kantonsrat ist der Regierung am Mittwoch nicht gefolgt. Mit 63 zu 32 Stimmen hat er sich für den Beitritt zur neuen HSR-Vereinbarung ausgesprochen. Bei einem Nicht-Beitritt hätte Schwyz 1,7 Millionen Franken pro Jahr sparen können.
Die Mehrheit des Kantonsrats gewichtete bildungs- und wirtschaftspolitische Argumente höher als finanzpolitische Überlegungen. Der Regierungsrat wolle am falschen Ort sparen, hiess in der Ratsdebatte. Die Fraktionen von CVP, SP/Grüne und eine knappe Mehrheit der FDP betonten die Vorteile einer finanziellen Beteiligung an der HSR. Vor allem für Ausserschwyz sei die HSR sehr wichtig.

Fachleute und Technologietransfer dank HSR

Gewerbe und Industrie profitierten vom Zugang zur anwendungsorientierten Forschung, und die gut qualifizierten HSR-Absolventen seien eine wichtige Ressource auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Dank der geografischen Nähe trage die HSR zur Standortattraktivität des Kantons Schwyz bei.

Die Gegner des Beitritts vertraten die Ansicht, dass für den Kanton Schwyz keinerlei Nachteile entstünden. Die Studierenden aus dem Kanton Schwyz hätten weiterhin Zugang zur HSR. Mit einem Beitrittsverzicht bestehe die Möglichkeit, den stark defizitären Haushalt des Kantons Schwyz zu entlasten, meinten Redner der SVP-Fraktion.

Drei Stimmen über dem Quorum

In der Abstimmung, die unter Namensaufruf erfolgte, unterstützten 63 Kantonsräte den Antrag der Konkordatskommission, der neuen HSR-Vereinbarung beizutreten. Das waren drei Stimmen mehr als das erforderte Quorum von 60 Stimmen. Die Vorlage zur HSR-Trägerschaft unterliegt dem obligatorischen Referendum.

Die HSR wird seit ihrer Gründung im Jahr 1972 von mehreren Kantonen getragen. Nach dem Austritt des Kantons Zürich vor sieben Jahren sind es noch St. Gallen, Glarus und Schwyz, die an der Trägerschaft beteiligt sind.