Schwyzer Regierung hebt Baubewilligung in Brunnen auf

Die Schwyzer Regierung hat eine vom Gemeinderat Ingenbohl erteilte Baubewilligung in Brunnen zum Schutz des
Ortsbilds aufgehoben. Die Bewilligung sei trotz ablehnender Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege erteilt worden, teilte die Staatskanzlei mit. Der Gemeinderat von Ingenbohl ist erstaunt.

Der Gemeinderat von Ingenbohl hatte die Baubewilligung für den Abbruch von zwei Wohnhäusern in Brunnen an der Alten Gasse sowie für den Neubau eines Mehrfamilienhauses am selben Ort erteilt.

Die kantonale Denkmalpflege habe im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens mehrfach Stellung zum Bauprojekt genommen, sagte Bildungsdirektor Walter Stählin gegenüber Radio SRF. Dabei habe sie die Bauverwaltung und die Bauherrschaft darauf hingewiesen, dass das Bauvorhaben mit den Anliegen des Ortsbildschutzes nicht vereinbar sei.

Die Regierung habe die Baubewilligung daher von Gesetzes wegen aufheben müssen, sagt Stählin. Der Ingenbohler Gemeindepräsident Albert Auf der Maur hingegen kritisiert den Entscheid als einen Eingriff in die Gemeindeautonomie.

Die beiden Häuser befinden sich in der Kernzone von Brunnen und damit im Perimeter des Inventars der schützenswerter Ortsbilder der Schweiz. Das Ortsbild von Brunnen wird als von nationaler Bedeutung eingestuft. Gestützt auf das Natur- und Heimatschutzgesetz hob nun der Regierungsrat die Baubewilligung auf.