Schwyzer Regierung will an Steuersätzen nicht noch mehr schrauben

In gewissen Bereichen habe sie mit zu tiefen Steuersätzen gerechnet, erklärt die Schwyzer Regierung in der Antwort auf Vorstösse im Parlament. Entsprechende Korrekturen seien aber schon erfolgt, weitere Massnahmen seien nicht mehr nötig, um genügend Erträge in der Staatskasse zu sichern.

Regierungsgebäude des Kantons Schwyz.

Bildlegende: Die Schwyzer Regierung will den Rabatt bei der Dividendenbesteuerung nicht noch weiter senken. SRF/Silvan Fischer

Im Kanton Schwyz haben sich wegen der tiefen Steuern viele Reiche und Superreiche niedergelassen. Dieses viele Geld, das eigentlich besteuert werden könnte, ist der Grund, dass Schwyz viel in den Nationalen Finanzausgleich NFA zahlen muss.

Nachdem die Finanzreserven des Kantons aufgebraucht sind und die Staatskasse mittlerweile ein Loch hat, wollten Kantonsräte von SP und FDP von der Regierung wissen, ob sie sich verkalkuliert habe bei den Steuersätzen oder bei gewissen Steuerrabatten - zum Beispiel bei Dividenden - zu stark geschraubt habe.

Zu wenig Erträge bei Dividenden

Die Schwyzer Regierung bestätigt in ihrer Antwort auf die Vorstösse, dass man bei der Dividendenbesteuerung zu wenig Erträge habe generieren können. Schwyz besetzt mit einem Rabatt von 75 Prozent einen Spitzenplatz. Da habe die Regierung nun gehandelt und den Rabatt auf 50 Prozent reduziert.

Weiter rechnet sie vor, dass es keine zusätzlichen Anpassungen brauche. Im Gegenteil: Schwyz sei auf die Reichen angewiesen, um die Ausgaben im Kanton mit deren Steuern decken zu können. Weitere Reduktionen von Rabatten könnten diese vertreiben.