Schwyzer Regierungsrat Walter Stählin tritt zurück

Der Schwyzer SVP-Bildungsdirektor hat bekannt gegeben, dass er auf Ende der Legislatur im Juni 2016 aufhört. Der 59-jährige Stählin war zwölf Jahre im Amt.

Porträt von Walter Stählin.

Bildlegende: Walter Stählin will nach den Jahren als Regierungsrat eine neue Herausforderung anpacken. ZVG

Walter Stählin wolle neuen Kräften Platz machen, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Stählin, der vor seiner Wahl in den Regierungsrat als Unternehmer tätig war, will ab August 2016 wieder in die Privatwirtschaft zurück.
Walter Stählin gehört der Schwyzer Regierung seit dem 1. Juli 2004 an. Von 2012 bis 2014 war er Landammann des Kantons Schwyz.

«Für mich ist es ein logischer Schritt jetzt zurück zu treten. Zwölf Jahre Amtszeit sind genug, jetzt möchte ich neuen Kräften Platz machen. Ausserdem braucht die Suche nach einem Nachfolger auch etwas Zeit», sagt Walter Stählin zu seinem Rücktritt gegenüber Radio SRF.

Walter Stählin gilt als konsensfähiger, gemässigter Politiker

Walter Stählin gilt als sachlicher, gemässigter SVP-Politiker. Seine Einstellung und sein Amt als Bildungsdirektor haben ihm oft Uneinigkeiten mit seiner Partei eingebracht: «Als Exekutivmitglied muss man den Konsens finden. Man kann nicht einfach ein Parteiprogramm herunterblättern. Und gerade in der Bildung hat die SVP oftmals fundamental andere Ideen», sagt Stählin. Deshalb sei es für ihn nicht immer einfach gewesen, es allen Recht zu machen.

«Walter Stählin war unser erster Regierungsrat, deshalb hat er viel dazu beigetragen, dass die SVP von der Oppositionspartei zur Regierungspartei wurde. Er hat sein Amt stets pflichbewusst ausgeübt, auch wenn er manchmal Entscheide getroffen hat, die nicht auf der SVP-Linie waren», sagt SVP Parteipräsident Xaver Schuler zum Rücktritt.

Neben Walter Stählin ist der Schwyzer Regierungsrat wie folgt zusammengesetzt: Kaspar Michel (FDP, Finanzdirektor), Othmar Reichmuth (CVP, Baudirektor), Andreas Barraud (SVP, Landammann und Vorsteher des Umweltdepartements), Petra Steimen-Rickenbacher (FDP, Vorsteherin des Departements des Innern), André Rüegsegger (SVP, Vorsteher des Sicherheitsdepartements) sowie Kurt Zibung (CVP, Volkswirtschaftsdirektor).