Seilziehen ist mehr als Rupfen und Rutzen

Auf dem Sportplatz Eichli in Stans fand am Samstag das grösste internationale Jugendturnier im Seilziehen statt. Rund 400 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren aus acht europäischen Ländern kämpften mit ihren Teams um Ruhm, Ehre und Medaillen: Mit Kraft, Taktik und möglichst wenigen Kilos.

Das internationale Jugendturnier GENSB findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. Die Abkürzung GENSB steht für die fünf Gründungsländer: Germany, England, Netherlands, Switzerland und Belgium. Gegründet wurde das Turnier, um den jungen Seilzieherinnen und Seilziehern internationale Erfahrung zu ermöglichen.

Bei der diesjährigen Ausgabe in Stans nahmen über 30 Teams aus acht Nationen teil. Eine Vorgabe der Turniere laute, dass man für jeden Sportler nicht mehr als 99 Franken für das ganze Wochenende ausgeben darf, inklusive Verpflegung und Übernachtung, sagte der Coach von Stans-Oberdorf, Armin Burch. Die Gäste wurden im Sportcamp im Melchtal untergebracht.

«Rennen am Morgen und schwitzen im Bus»

Bei den Junioren darf eine Mannschaft insgesamt 560 kg auf die Waage bringen. Für jedes Mädchen im Team gibt es einen Bonus von 10 kg. Beim Gang auf die Waage morgens um fünf Uhr darf dieses Gewicht nicht überschritten werden. Die Stanser hatten am Samstag jedoch Pech, ihre Waage zeigte fünf Kilo zu viel an. «Wir mussten eine Stunde rennen und danach mit Jacken im voll geheizten Bus schwitzend herumfahren, um auf unser erlaubtes Gewicht zu kommen», sagte Sven Gräni. Sie hätten es aber geschafft. Mit dem zweiten Schlussrang war der Oberdorfer ebenfalls zufrieden. «Das muss man erst einmal schaffen.»

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr