«Sich in der Nati A zu behaupten ist nicht einfach»

Der Volleyball-Club Einsiedeln konnte vor einem Jahr mit Glück von der Nationalliga B in die Nationalliga A aufsteigen. Dies ist für den Verein eine finanzielle und personelle Herausforderung.

Volleyballspieler stehen am Netz und einer versucht den Ball zu schlagen.

Bildlegende: Der VBC Einsiedeln bei einem seiner Nati-A-Einsätze. ZVG

«In der Nationalliga A zu spielen bedeutet einen riesigen Aufwand für den ganzen Verein. Wir mussten eine Projektgruppe gründen, die sich um alles kümmerte. Die Anforderungen an die Infrastruktur, die Mannschaft und auf finanziell sind gegenüber der Nationalliga B immens», sagt der Präsident des VBC Einsiedeln, Gerhard Nauer.

Weil keiner der erstplatzierten Nati B-Vereine in die höchste Spielklasse aufsteigen wollte und noch ein Platz frei war, konnte der VBC Einsiedeln als 16. klassierter Verein aufsteigen. Wegen des Aufstiegs müsse man vor allem finanziell den Gürtel enger schnallen. Man könne den Spielern auch kein Gehalt zahlen, sowie das viele andere Nati A-Vereine tun.

«  Wir wollen eine Dorfmannschaft bleiben. »

Gerhard Nauer
Präsident VBC Einsiedeln

Wegen des Aufstiegs und des damit verbundenen grossen Aufwands hätten mehrere Spieler die Mannschaft verlassen. Deshalb habe man nun trotzdem bezahlte Spieler verpflichten müssen, damit man überhaupt genug Spieler im Team habe.

Der VBC Einsiedeln soll aber auch in Zukunft eine Dorfmannschaft bleiben: «Wir wollen in Zukunft höchstens noch einen bezahlten Spieler in der Mannschaft haben und vor allem jungen Talenten aus der Region die Möglichkeit geben, Nati A-Erfahrung zu sammeln», sagt Nauer weiter. Der VBC Einsiedeln beendete die erste Saison auf dem zweitletzten Tabellenplatz und schaffte somit den Ligaerhalt aus eigener Kraft. Die zweite Saison ist soeben gestartet.

(Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr)