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Sie bedrohen hiesige Vögel Kanton Luzern will Nil- und Rostgänsen den Garaus machen

Eier sollen aus den Nestern entnommen werden. Zudem soll auch die Flinte zum Einsatz kommen.

Nilgänse im Flug.
Legende: Der Kanton Luzern möchte den Nilgänsen an den Kragen. Keystone

Der Kanton möchte die Population in den nächsten drei Jahren regulieren. Der Plan hat zum Ziel, eine Verbreitung der hiesigen Nil- und Rostgänse möglichst zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Dies schreibt die kantonale Dienststelle Landwirtschaft und Wald im Luzerner Amtsblatt.

Die Lebensräume in Schutzgebieten sollen frei von ihnen und für prioritäre Vogelarten erhalten bleiben. Insbesondere in den wichtigsten Schutzgebieten für Wasser- und Watvögel sowie deren Einzugsgebieten will der Kanton nun Hand anlegen.

Einerseits sollen Eier aus Nestern entnommen und anderseits erwachsene sowie junge Gänse der beiden Arten abgeschossen werden. Die Bewilligung soll für drei Jahre gelten.

Wer sind Nilgans und Rostgans?

Die ursprünglich in Afrika beheimatete Nilgans wurde als Ziervogel im 18. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Auch bei der Rostgans handelt es sich wohl um einen Gefangenschaftsflüchtling. Die Tiere flüchteten also aus menschlicher Obhut, oder wurden ausgesetzt und gelten nun als freilebend. In der Schweiz haben beide Arten den Status einer nicht einheimischen, invasiven Vogelart. Sie gelten als aggressiv und konkurrenzstark gegenüber einheimischen Vogelarten.

Mitte Januar hatte der Kanton den Entscheid publiziert, den Bestand von Höckerschwänen am Hallwilersee mittels Eierentnahme dezimieren zu wollen. Auch diese Spezies ist in der Schweiz ursprünglich nicht heimisch. Der Schwan wurde im 17. Jahrhundert in Parkweihern ausgesetzt und sorgt heute mancherorts für Wildschäden.

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