Sika hofft auf einvernehmliche Lösung mit Besitzerfamilie

Sika-Verwaltungsratspräsident Paul Hälg ist erleichtert über den Entscheid des Zuger Kantonsgerichtes über die Kontrolle des Baarer Bauchemiekonzerns. Die Besitzerfamilie hält am Verkauf an die französische Saint Gobain fest. Hälg hofft dennoch auf eine gütliche Einigung.

Im Gespräch mit Radio SRF äussert sich Paul Hälg zufrieden über das Urteil des Zuger Kantonsgerichtes vom Freitag. Er wolle mit der Besitzerfamilie das Gespräch suchen und hoffe, dass man eine einvernehmliche Lösung finde. Der Verwaltungsrat werde sich aber mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass die Sika unabhängig und eine Schweizer Firma bleibe, so Hälg. Die Belegschaft der Firma habe sehr erfreut über den Gerichtsentscheid reagiert. «Diese Erleichterung wird man sicher spüren in der weiteren Performance unserer Firma.»

Das Zuger Gericht hat mit einem Urteil zugunsten des Sika-Verwaltungsrates dem Bauchemiekonzern im Abwehrkampf gegen den französischen Bauriesen Saint-Gobain den Rücken gestärkt. Saint-Gobain hält jedoch an der Übernahme fest.
Das Kantonsgericht Zug hat am Freitag die Anfechtungsklage der Besitzerfamilie und ihrer Schenker-Winkler Holding (SWH) gegen die Beschlüsse der Generalversammlung 2015 abgewiesen. Die Richter stellten fest, dass die von Sika gegen den grössten Aktionär verhängte Stimmrechtsbeschränkung rechtens war.