Sind die Tage der Lungern-Schönbüel-Bahnen gezählt?

Die Probleme des Betreibers der Lungern-Schönbüel-Bahnen werden immer grösser. Das Bundesamt für Verkehr hat ihm Ende März die Betriebsbewilligung entzogen, nun machen ihm auch noch Geldforderungen das Leben schwer.

Gondel der Seilbahn Lungern-Schönbüel an der Talstation.

Bildlegende: Die Seilbahn Lungern-Schönbüel wird wahrscheinlich noch länger still stehen. Keystone

«Für den Sessellift von Turren auf den Gipfel läuft ein Leasing-Vertrag mit der Seilbahn-Firma Garaventa. Die Geldforderungen von Garaventa sind völlig überrissen, das können wir uns kaum leisten. Ausserdem wollen sie uns den Stecker ziehen, sobald wir vom Bundesamt für Verkehr wieder eine neue Betriebsbewilligung erhalten», so der Betreiber der Lungern-Schönbüel-Bahnen, Paul Niederberger, gegenüber dem Regionaljournal.

Die Verantwortlichen bei der Firma Garaventa sagen zu den Vorwürfen, man habe in dieser Sache noch gar nie Kontakt gehabt mit Paul Niederberger, deshalb könne man sich dazu auch nicht äussern.

«Lange mache ich das nicht mehr mit»

Man habe alle nötigen Unterlagen beisammen und auch das vom BAV geforderte Sicherheitskonzept stehe, so Niederberger weiter,  man könnte pünktlich zum vorgesehenen Start der Sommersaison am 11. Mai mit dem Betrieb starten. So schnell ginge das aber nicht, sagt die Sprecherin des Bundesamts für Verkehr, Olivia Ebinger: «Wir haben bis jetzt noch kein neues Gesuch der Lungern-Schönbüel-Bahnen erhalten. Und wenn es dann mal bei uns eintrifft, dauert es eine Weile, bis man überprüft habe, ob nun alle Sicherheitsvorgaben erfüllt werden.»

Wenn er sich mit Garaventa nicht einigen könne, so Paul Niederberger, dann «werde ich aufhören. Ich komme mir vor wie ein Hamster im Hamsterrad, ich tue alles und komme nicht weiter. Entweder reissen wir dann die Bahnen ab oder verkauften sie.»