«So oder andersch»: Das Gasthaus Grünenwald tönt anders

Das Gasthaus Grünenwald bei Engelberg war früher ein beliebter Treffpunkt für Wanderer. Nachdem es lange leer stand, hat nun eine Gruppe von Musikern das Haus zu einer wichtigen Institution für die Musik- und Theaterszene gemacht. Es stösst über die Region hinaus auf grosses Interesse.

Seit 15 Jahren betreibt Fabian «Hefe» Christen und eine Gruppe Kulturschaffender das Gasthaus Grünenwald. Früher hatte das Gasthaus, das rund zwei Kilometer vor Engelberg liegt, noch eine eigene Bahnhaltestelle. Mit dem Bahntunnel ist diese verschwunden. Als lauter Nachbar des Hauses für «Ferien für laute Leute» ist die Strasse nach Engelberg geblieben.

War das Haus früher beliebter Einkehrort für Wandersleute, ist es heute Rückzugsort beispielsweise für Musiker und Bands, die in der Abgeschiedenheit an neuem Songmaterial arbeiten wollen. Geboten werde ihnen ein Dach und Platz für ihre Ideen, sagt Christen.

Er selber wohnt im «Grünenwald», sei quasi der Hausgeist. Da ergäben sich wertvolle Kontakte und Erinnerungen, die oft auch via Tonträger in die Welt hinaus getragen würden.

Das Gasthaus Grünenwald war ursprünglich der Proberaum der Band «Jolly and the Flytrap». Entsprechend finden sich Anspielungen darauf auch in verschiedenen Songs. Aber auch andere Musikerinnen und Musiker verbinden viele Erlebnisse mit dem ehemaligen Gasthaus, so Heidy Happy, Stahlberger, Marius und die Jagdkapelle oder Patrick Bishop.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.