Sonderschule Utenberg Luzern Sonderschul-Internat muss warten

Im stillgelegten Hallenbad der Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg ist der Bau einer Sonderschule mit Internat geplant. Wegen der unsicheren finanziellen Lage des Kantons will Luzerner Stadtrat das Projekt bis Ende des kommenden Jahres sistieren.

Die Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg: Ein grosses, graues Gebäude.

Bildlegende: Hier sollte das Internat entstehen: die Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg in der Stadt Luzern. zvg

Erst vor rund zwei Wochen hat der Stadtrat den Bericht und Antrag «Sonderschulinternat Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg» verabschiedet. Nun stoppt er das Projekt vorläufig. Obwohl im Kanton Luzern solche Einrichtungen fehlen. Über 50 Kinder und Jugendliche sind ausserkantonal platziert.

Unsicherheiten in Sachen Finanzen

Das Projekt wurde von der Siedlung Utenberg zusammen mit dem Kanton Luzern ausgearbeitet. Nachdem aber das Stimmvolk des Kantons Luzern am 21. Mai die Steuerfusserhöhung abgelehnt hat, hat die Luzerner Regierung angekündigt, weitere Einsparungen vornehmen zu müssen. Der Luzerner Stadtrat sieht nun Unsicherheiten, was die Finanzierung des Internat-Projekts betrifft.

«Wir stehen nach wie vor voll und ganz hinter dem Projekt», sagt der zuständige Stadtrat Martin Merki. Trotzdem beantragt der Stadtrat dem Parlament, den Entscheid über den Bau des Internats bis Ende 2018 zu verschieben.

Sonderschulinternat Utenberg

Geplant sind drei Klassenzimmer für bis zu sieben Schülerinnen und Schüler, sowie zwölf Internatsplätze. Es soll eine Unterstufen- und eine Oberstufen-Klasse geben. Eine dritte Klasse soll als Tagesschule geführt werden. Zielgruppe: Kinder und Jugendliche mit schweren Verhaltensauffälligkeiten, welche rund um die Uhr Betreuung benötigen.