Sozialhilfe in den Städten: Luzern hat mehr, Zug weniger Bezüger

Im Vergleich mit anderen Städten geht es Luzern und Zug gut. Der Anteil der Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, ist eher tief: 3,3 Prozent in Luzern, das ist mehr als in den Vorjahren, in Zug sind es 1,5 Prozent. Aber Sozialhilfebezüger bleiben länger in der Sozialhilfe als früher.

Ein offenes Portemonnaie mit wenig Geld.

Bildlegende: In der Stadt Luzern sind mehr Menschen auf Sozialhilfe angewiesen. SRF

In der Stadt Luzern waren letztes Jahr 1750 Menschen auf Sozialhilfe angewiesen, in Zug 430 Menschen. Dies zeigen die neusten Zahlen, welche die «Städteinitiative Sozialpolitik» am Dienstag veröffentlicht hat.

In Luzern ist die Sozialhilfequote leicht gestiegen, in Zug ist sie zurückgegangen. Dies hänge mit der Wohnungssituation zusammen, erklärt der Stadtzuger Sozialvorsteher Andreas Bossard gegenüber Radio SRF: «Viele Leute ziehen aus Zug weg, bevor sie Sozialhilfe benötigen».

Sorgen bereitet den Sozialverantwortlichen in Zug und Luzern, dass Sozialhilfebezüger immer länger von der staatlichen Unterstützung abhängig bleiben. «Der Arbeitsmarkt ist härter geworden, und es ist schwieriger, Betroffene wieder in die Arbeitswelt zu integrieren», sagt der Luzerner Sozialdirektor Martin Merki.