Spitäler rüsten sich für den Kampf gegen das Ebola-Virus

Ebola, die tödliche Virus-Krankheit wütet hauptsächlich in Ländern im Westen von Afrika. Seit den Verdachtsfällen in Deutschland und der Westschweiz kommt die Krankheit näher. Für die Zentralschweizer Spitäler bedeutet dies, dass sie sich auf den Kampf gegen Ebola vorbereiten müssen.

Bild des Ebola-Virus.

Bildlegende: Dieses Virus ist verantwortlich für hunderte von Toten in Westafrika. Keystone

Ebola ist eine tödliche Viruserkrankung, die hauptsächlich im Westen von Afrika vorkommt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die gefährliche Krankheit auch bei uns auftritt, sei klein. Das sagt Marco Rossi, Leiter der Infektiologie des Luzerner Kantonsspitals: «Aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht null, deshalb müssen wir uns vorbereiten.»

Vorbereitungen für den Verdachtsfall

Im Kantonsspital Luzern würden keine Ebola-Patienten behandelt. Es würden nur erste Abklärungen getätigt, um herauszufinden, ob sich der Verdacht bestätigt. Falls ein Patient tatsächlich an Ebola erkrankt ist, wird er ins Universitätsspital nach Genf verlegt.

Bei den Abklärungen kommen medizinische und persönliche Kriterien zum Zug. Das heisst, es wird unter anderem abgeklärt, ob der Patient aus einem Ebola-Staat kommt und wann er das letzte Mal in einem dieser Länder war.

Im Zuger Kantonsspital arbeitet eine Ebola-Projektgruppe in enger Zusammenarbeit mit dem Kantonsarzt. Ebola-Verdächtige würden in einem Spezialzimmer mit Unterdruck und einer Eingangsschleuse isoliert untergebracht. Wenn sich der Ebola-Verdacht bestätigt, wird der Patient ebenfalls nach Genf verlegt.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr