Sprachenstreit geht trotz Nidwaldner Entscheid weiter

Der Entscheid des Nidwaldner Volks vom Sonntag, dass an den Primarschulen weiterhin Französisch und Englisch unterrichtet wird, beeinflusst die Diskussionen zur Sprachenfrage in der Zentralschweiz nur bedingt. Antworten verspricht sich die Konferenz der Bildungsdirektoren von einer Studie.

Knabe in Schulzimmer.

Bildlegende: Französisch oder Englisch oder beides? Das interessiert auch diesen Fünftklässler. Keystone

Im Sommer 2014 hat die Bildungsdirektoren-Konferenz der Zentralschweiz BKZ eine gemeinsame Sprachenevaluation in Auftrag gegeben. Die Studie werde jetzt vorbereitet, die Erhebung werde gegen Ende des Schuljahres durchgeführt, sagt BKZ-Regionalsekretär Peter Gähwiler.

Die Untersuchung wird im Herbst vorliegen. Sie soll Aufschluss geben über Unterschiede im Wissensstand der Schulkinder nach dem sechsten und dem achten Schuljahr, weil in fast allen Kantonen die Lektionenzahlen unterschiedlich sind. Zudem wird abgeklärt, ob die Kinder besser englisch oder besser französisch können.

Auch Luzern wird abstimmen

Für das überparteiliche Luzerner Komitee, welches im letzten Herbst eine Initiative unter dem Titel «Nur eine Fremdsprache auf der Primar» eingereicht hat, ändert der Nidwaldner Entscheid wenig. Die Forderung der Initiative sei klar, sagt die Präsidentin des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, Annamarie Bürkli: «Wir wollen nur eine, welche, ist uns egal.»

Wann in Luzern abgestimmt wird, ist noch offen. Zuerst wird der Kantonsrat die Initiative behandeln.