Stadt Luzern: Jedes dritte Kind besucht eine Kita

Das Bedürfnis nach Kinderbetreuung ausserhalb der Familie steigt seit Jahren. Nicht zuletzt wegen der Betreuungsgutscheine, welche die Stadt Luzern seit 2009 vergibt. Momentan sind Nachfrage und Angebot etwa im Gleichgewicht. Deshalb wird künftig vor allem das Angebot für Schulkinder vergrössert.

Der jüngste Bericht der Stadt Luzern zeigt: 32 Prozent aller Kinder im Vorschulalter nehmen aktuell eine familienergänzende Kinderbetreuung in Anspruch. Ausgebaut werden konnte auch die familien- und schulergänzende Betreuung der Volksschule. Aktuell besuchen 26 Prozent im Kindergarten- und Primarschulalter das schulergänzende Angebot.

Nur vereinzelt Wartelisten

Im vergangenen Jahr zählte die Stadt 31 Kindertagesstätten (Kitas) und 37 Tagesfamilien. Zusammen boten sie 1124 Stadtluzerner Vorschulkindern einen Betreuungsplatz. «Sowohl in Tagesfamilien als auch in Kitas gibt es in Luzern zurzeit genügend freie Plätze», sagte Martin Merki, der Sozialdirektor der Stadt Luzern, am Montag vor den Medien. Allerdings gebe es in einzelnen Kitas und für einzelne Tage Wartelisten. So auch bei der Bébé-Betreuung.

Durch die Betreuungsgutscheine und den Ausbau der Betreuungsplätze stieg auch die Zahl der Mütter, welche einer Arbeit nachgehen. «In keiner anderen Stadt hat die Erwerbsquote bei Frauen so stark zugenommen wie in Luzern - um fast 5 Prozent zwischen den Jahren 2000 und 2011. Heute beträgt der Anteil rund 60 Prozent», verdeutlicht Stadtrat Martin Merki.

Die Nachfrage und das Angebot an Betreuungsplätzen halten sich unterdessen ungefähr in Waage. Deshalb setzt die Stadt in den kommenden Jahren vor allem auf Betreuungsplätze für Kindergarten- und Primarschulkinder: Bis zum Schuljahresbeginn 2017 sind zusätzliche 220 Plätze über Mittag geplant.

Leitplanken

Mit dem System der Betreuungsgutscheine erhalten die Eltern einen Beitrag und nicht mehr die Kitas - höchstens 80 Franken pro Kind und Tag.

  • Vater und Mutter müssen gemeinsam mindestens 120% arbeiten - Alleinerziehende 20%.
  • Das gemeinsame Jahreseinkommen darf 120'000 Franken nicht übersteigen.